JRK-Schulsanitäter/in an einer Frankfurter Schule

Bild: Mario Andreya / DRK

Schulsanitäter sorgen bei Schul- und Sportfesten, Ausflügen und an ganz normalen Schultagen für Sicherheit und helfen ihren Mitschülern bei Notfällen. Sie sind fit in Erste Hilfe, wissen, wie man einen Verband anlegt, was man bei Vergiftungen tut und wie man die stabile Seitenlage ausführt.

Schulsanitätsdienst geht weit über Erste Hilfe hinaus: Schulsanitäter/innen übernehmen Verantwortung für ihre Mitschüler/innen. Sie sind bei Unfällen in der Schule als erste zur Stelle, leisten Erste Hilfe und informieren wenn nötig den Rettungsdienst. Das sind wichtige Aufgaben, die Wissen und Einfühlungsvermögen, aber auch Selbstbewusstsein und Teamarbeit erfordern.

Beim Schulsanitätsdienst gibt es keine Einzelkämpfer/innen, das Miteinander steht im Vordergrund. Einer lernt vom anderen. Hilfeleistung und Toleranz werden trainiert. Im Mittelpunkt der regelmäßigen Treffen stehen nicht nur Besprechung und Weiterbildung, sondern auch gemeinsamer Freizeitspaß und gegenseitige Unterstützung. Schülerinnen und Schüler übernehmen gemeinsam mit einem Kooperationslehrer selbst die Planung ihrer Treffen, kümmern sich um ihre Einsätze, die Materialien und versuchen schon im Vorfeld, Unfallsituationen zu vermeiden.

Bild: Mario Andreya / DRK

Schulsanitäter sind Mitglieder des Jugendrotkreuzes. Damit sind sie vollwertige Mitglieder des Roten Kreuzes der Verbandsstufe, die den Schulsanitätsdienst organisiert; in Frankfurt ist das der Bezirksverband. Die Organisationsform ist die Projektgruppe (JRK) bzw. Arbeitsgemeinschaft (Schule). Dazu schließen das JRK und die Schule einen Kooperationsvertrag ab, worin sie die Aufgabenteilung festlegen. Das JRK kümmert sich um die Mitgliederverwaltung, organisiert die Qualifizierung der Schulsanitäter und die über die Schularbeit hinausgehende Bildungsangebote, Projekte und Aktionen. Die Schule bestimmt eine/n Kooperationslehrer/in, der/die die Arbeitsgemeinschaft an der Schule eigenständig organisiert, z.B. neue Schüler/innen für den Schulsanitätsdienst wirbt und den Dienstplan für die Schulsanitäter aufstellt.

Der Schulsanitätsdienst läuft an jeder Schule etwas anders ab. Oft gibt es einen Bereitschaftsdienst, der in den Pausen auf dem Schulhof präsent ist und jederzeit während der Schulzeit zu Notfällen auf dem Schulgelände alarmiert werden kann. Die Alarmierung kann mit einer Lautsprecherdurchsage oder durch Pager erfolgen, die morgens an die diensthabenden Schulsanitäter ausgegeben werden. Natürlich wird der Schulsanitätsdienst so gestaltet, dass der Unterricht möglichst wenig darunter leidet, z.B. werden Schulsanitäter nicht für den Bereitschaftsdienst eingeteilt, wenn sie eine Klassenarbeit schreiben.

Bild: Mario Andreya / DRK

JRK-Schulsanitäter/in können Schüler/innen derjenigen Frankfurter Schulen werden, die Kooperationspartner des Frankfurter Jugendrotkreuzes sind. Ab welcher Klassenstufe eine Mitwirkung möglich ist, entscheidet die Schule.

Interessierte Schülerinnen und Schüler werden von Roten Kreuz in Erste Hilfe geschult. Sie lernen, was in Notfällen zu tun ist und wie sie Gefahren erkennen, bevor etwas passiert. Mit Rollenspielen trainieren sie den Umgang mit Verletzten. Einfühlungsvermögen ist dabei wichtig, denn gerade jüngere Mitschülerinnen und Mitschüler sind bei Unfällen oft verängstigt. Sie zu beruhigen, vor neugierigen Blicken abzuschirmen oder aufzumuntern – auch das sind Aufgaben der Schulsanitäter/innen.

Die Basis bildet ein Erste-Hilfe-Kurs. In der Arbeitsgemeinschaft an der Schule und bei Fortbildungen, die das Jugendrotkreuz anbietet, wird das Wissen gepflegt und vertieft. 

Wir bieten darüber hinaus den JRK-Schulsanitäter/innen verschiedene Fort- und Weiterbildungen außerhalb der Schule an. Thema ist nicht nur Erste Hilfe, sondern noch viel mehr.

Darüber hinaus können die Schulsanitäter/innen als aktive Jugendrotkreuzler auch bei unseren Veranstaltungen mitmachen und Gutes tun.

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(0 69) 719191-58 an!

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