Gateway Cross Challenge 23. - 25. April 2010

Helferin der Wasserwacht vorsorgt Verletzten (JRKler), im Hintergrund Patiententransport mit einem Rettungsboot.

JRK und Wasserwacht üben und lernen gemeinsam

Das ehrenamtliche Engagement im Frankfurter Roten Kreuz ruht auf vier Säulen, den Rotkreuz-Gemeinschaften Bereitschaften, Jugendrotkreuz (JRK), Wasserwacht sowie Sozial- und Wohlfahrtsarbeit. Am letzten April-Wochenende kombinierten die DRK-Wasserwacht Hessen und das Jugendrotkreuz Frankfurt mit Unterstützung der Bereitschaften mehrere Aktionen zu einem gemeinsamen Ausbildungs- und Übungswochenende, das es in dieser Art und Größe bisher noch nicht gab.

In Gateway Gardens, der ehemaligen Militärsiedlung zwischen Schwanheim und dem Flughafen, entsteht bis 2016 ein neues Stadtviertel. Wo früher amerikanische Soldaten wohnten, stellte die Grundstücksgesellschaft Gateway Gardens ein Gelände zur Verfügung. DRK-Helfer errichteten am Freitag nicht nur eine Vielzahl von Zelten, sondern bauten auch die gesamte benötigte Infrastruktur auf: Strom, Licht, Wasser, Duschen, Toiletten, Funk, Netzwerke. Mehr als 30 JRK-Schulsanitäter aus Frankfurter Schulen, 80 Helfer der Wasserwacht aus Hessen, Nordrhein und Thüringen sowie weiterer Fachdienste testeten sie ?am eigenen Leib? und bestätigten die hervorragende Leistung der Helfer von ?Technik und Sicherheit?.

Teilnehmer aus dem JRK.

Schon am Freitagabend starteten die ersten Aktivitäten: Das JRK begab sich auf eine spannende Nachtwanderung in die Tiefen des Schwanheimer Waldes, und für die Registrierung und Verpflegung aller Helfer musste gesorgt werden.

Am Samstag stand eine große Übung am Mainufer und in Gateway Gardens im Vordergrund. Zwei Wasserrettungszüge fuhren in geschlossenen Verbänden nach Hattersheim, wo sie in möglichst kurzer Zeit 12 Rettungsboote ins Wasser zu slippen hatten. Diese fuhren dann ein angenommenes Schadensgebiet beim ?Ruder-Club Nassovia? in Nied an, um dort Verletzte zu bergen, die vom JRK, der Freiwilligen Feuerwehr und Freiwilligen aus der Bevölkerung gespielt wurden. Parallel wurde an der Mainfähre in Schwanheim ein Behandlungsplatz errichtet, zu dem die Verletzten auf dem Wasser transportiert wurden, um vom Jugendrotkreuz versorgt zu werden. Die Schülerinnen und Schüler, die sich in Schulen im Sinne des Rotkreuzgedanken engagieren und dort Erste Hilfe bei Unfällen leisten, erhielten dadurch eine realitätsnahe Übungsmöglichkeit und lernten gemeinsames Handeln in einer großen Gruppe. Integriert war auch eine Übung des DRK-Suchdienstes, der Helfer, Verletzte und Vermisste EDV-gestützt registrierte und dadurch telefonisch und über das Internet eingereichte Suchmeldungen zeitnah beantworten konnte.

Am Sonntag erwarteten die JRKler auf dem Heimweg noch eine ganz besondere Überraschung. Sie konnten live miterleben wie sich Helfer der Wasserwacht von der Leunabrücke (Frankfurt - Höchst) auf Boote abseilten. Mittags war das Aktionswochenende dann vorbei und die Teilnehmer nahmen einige interessante Erfahrungen mit nach Hause.

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