Junior-Retter-Camp am 3.-4. September 2016

Frisch gebackene Junior-Retter bewiesen erneut ihr Können als junge Ersthelfer 

Zum vierten Mal fand vom 3. bis 4. September 2016 das Junior-Retter-Camp am Badesee Walldorf statt. 28 Mädchen und Jungen im Alter von 8 bis 14 Jahren stellten sich der Herausforderung, schwimmerisch wie auch als Ersthelfer zu zeigen, was sie bereits können.

Die Kinder hatten eine ganze Menge Spaß und meisterten tapfer eine Prüfung nach der anderen. Es waren Kinder aus der gesamten Region dabei, denn für die Ausrichtung des Camps hatten sich vier Organisationen zusammengeschlossen: Das Jugendrotkreuz Frankfurt, die Wasserwacht Frankfurt-Nordwest, unterstützt vom Landesverband Wasserwacht Hessen, die Interessengemeinschaft Rettungsdienst Badesee Walldorf (IRBW) und der Angelsportverein Walldorf (ASV).

Die 16 Helfer sorgten dafür, dass alles wie am Schnürchen lief. Sie koordinierten die vier parallel laufenden Stationen für Theorie und Praxis, an denen die Kinder in Kleingruppen teilnahmen. Zusätzlich kümmerten sich freiwillige Helfer von der IRBW um die Verpflegung. Im Anglerheim wurde gekocht. Übernachtet wurde in zwei großen DRK-Zelten. Am Samstag Abend erfreuten sich die Kinder an den Sonnenstrahlen und sprangen in der Freizeit direkt noch einmal ins Wasser. Später gab es noch ein Lagerfeuer und die Kinder durften sich bei einer abenteuerlichen Nachtwanderung gruseln. So flog unter anderem urplötzlich eine Puppe aus den Bäumen quer über den Weg.

Am Sonntag absolvierten die jungen Retter ihre letzten Prüfungen und ließen sich die Laune durch den Nieselregen keineswegs verderben. Sie düsten mit dem Boot der IRBW über den See, ließen sich einen Rettungswagen zeigen, erstellten tolle Kunstwerke mit Playmais oder  probierten sich unter Anleitung der Helfer vom ASV beim Angeln aus.

Die meisten Camp-Teilnehmer reisten schon als gute Schwimmer an. Denn das Jugendschwimm-abzeichen in Silber ist Voraussetzung um das Junior-Retter-Abzeichen zu erlangen. Es ist die Vorstufe zum „Deutschen Rettungsschwimmabzeichen“, das man erst ab zwölf Jahren machen kann. Wichtig ist, selbst Verantwortung zu übernehmen und überlegt zu handeln. Sollte es doch einmal brenzlig werden, ist es ganz wichtig, rechtzeitig Hilfe zu holen und sich selbst zu schützen. Den Kindern wurde besonders nahe gelegt, sich niemals selbst in eine gefährliche Situation zu begeben. An einer der Wasserstationen lernten sie den „Paketsprung“ als risikoarme Sprungvariante. So landeten die Kinder sicher und schnell im Wasser. Sie testeten den „toten Mann“ – bewegungslos auf dem Wasser treiben. Falls man komplett bekleidet im Wasser landet, darf man sich nicht zu hektisch bewegen. Auf die Vermittlung von Kenntnissen zur Selbstrettung und zum Eigenschutz wurde deshalb besonders viel Wert gelegt. Sollte doch einmal eine Hilfeleistung notwendig werden, so lernten die Kinder, wie man als Ersthelfer einen Notruf absetzt, den Verunglückten betreut, eine stabile Seitenlage macht oder einen erschöpften Schwimmer an Land transportiert, mit und ohne Rettungsmittel. Tieftauchen unter erschwerten Bedingungen im See sowie der geschickte Umgang mit und auf einem Rettungsboard gehörten ebenfalls zum Programm. Sogar die Herz-Lungen-Wiederbelebung durften die älteren Kinder an einer Puppe ausprobieren.

Erschöpft aber glücklich konnten die jungen Retter am Sonntagabend eine Urkunde und das Abzeichen als Junior-Retter oder als Anwärter mit nach Hause nehmen.

Bericht in der Frankfurter Rundschau: Wenn Schwimmern Kraft ausgeht

 

 

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